Im Vergleich zum früheren Berufsbild des Schriftsetzers müssen Kommunikationsdesigner ein unvergleichlich größeres Repertoire an gestalterischem und technischem Wissen beherrschen und anwenden können. Heute reicht es beispielsweise nicht, ein Magazin in einem Layoutprogramm gestalterisch erstellen zu können. In der Regel muss das Layoutdokument in Personalunion als fehlerfreies Druck-PDF für den Auflagendruck erstellt und dann noch als Magazin-App für mobile Endgeräte umgesetzt werden.

ern schaut man einem Oldtimer auf der Straße hinterher – aber fahren möchte man ihn im Alltag aus Kosten- oder Zuverlässigkeitsgründen trotzdem nicht. Ich trauere den Zeiten des Bleisatzes, in denen man schwere Setzkästen schleppen musste, und den Computern der Achtzigerjahre, an denen man nächtelang saß, bis mal eine Schrift auf dem Bildschirm sichtbar wurde, keinesfalls hinterher! Was ich vielleicht eher aus sentimentaler Betrachtung vermisse, sind die stets verrauchten Lektoratsstuben, die sich zwischen den Redaktionsbüros und der Setzerwerkstatt befanden. Das war der Ort, an dem die Korrektoren mit angestrengter Präzision und Ausdauer „die Buchstaben auf ihre Richtigkeit hin anschauten“, wie wir Setzer zu sagen pflegten. Im Produktionsalltag hatte das etwas Entschleunigendes.

Quelle: editorial-blog.de
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