Auf der Inselgruppe der Kanaren rund 100 Kilometer vor der Nordwestküste Afrikas kommen schon seit längerer Zeit mehr Flüchtlingsboote an. Die Migration auf der Route hat seit vergangenem Herbst weiter zugenommen. Es wird vermutet, dass dies unter anderem mit der politischen und sozialen Krise im Senegal zusammenhängt. Nach der jüngsten Erhebung des Innenministeriums in Madrid kamen in den ersten fünf Monaten des Jahres in Spanien knapp 21 000 Migranten auf dem Seeweg an. Das sind 136 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Der regionale Ministerpräsident Fernando Clavijo forderte erneut dringende Maßnahmen von Spanien und von Europa. Die Situation sei «nicht gerecht», beklagte er. «Weder für die Menschen, die vor Hunger und Tod fliehen, noch für die Kanarischen Inseln», die «diesen ganzen Druck an der Südgrenze Europas alleine tragen müssen».
Quelle: zeit.de
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