Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die Herstellung des fotografischen Bildes grundlegend verändert. Der Umgang damit, von der analogen zur hypriden Realität, der wir von überall und ohne zeitliche Einschränkung vergegenwärtigen können, ist durch wenige Generationen geprägt und für Menschen in ihrer technisierten Welt zur Gewohnheit worden. Das Schicksalhafte und scheinbar Einmalige lässt die Archive auf der Cloud anwachsen.
Bisher blieben Bilder eingeklebt im Familienalbum, beschriftet mit Legenden oder in einer anderen Form eingerahmt erhalten, Erinnerungen schienen gerettet. Hier wird der Frage nachgegangen, wie sich gegenwärtig oder in Zukunft fotografische Erzeugnisse noch dem Attribut wichtig zuordnen liessen und poetische Antworten darauf gesucht.
Tilmann Schor, Basel am 29.6.2025
